Landart

Was ist Landart?

Kurze Einführung in die Kunstform „Landart“

Als Landart wird eine ab Mitte der 60er Jahre des 20sten Jahrhunderts bestehende Kunstrichtung bezeichnet, die verändernd in die Landschaft bzw. die Natur eingreift.

Bekannte Vertreter sind Andy Goldsworthy, Richard Long, Nils-Udo, Hermann de Vries, Chris Drury, Nikolaus Lang Giuseppe Peppone …

Die Landschaft, die Natur wird zum Material der Künstler. Landart, zum Teil aus der Concept Art enstanden, findet spätestens seit Goldsworthy auch Anwendung in erlebnispädagogischen Konzepten. Sie thematisiert im Wesentlichen die kreative Beziehung zwischen Mensch und Natur bzw. Umwelt. Nicht das künstlerische Produkt steht dabei im Vordergrund, sondern vielmehr die künstlerische, aber auch die körperliche Auseinandersetzung mit der Natur,

ihren Elementen und den damit verbundenen Bewusstseinsprozessen. Das Schaffen im Freien mit naturgegebenen Materialien und bei geringem Werkzeugeinsatz führt zu Rückbesinnung auf Naturbegegnung und Naturerfahrung.

Landartkünstler gestalten ihre Werke ausschließlich aus Naturmaterialien und belassen diese auch am Ort ihrer Entstehung in der natürlichen Umgebung, wo sie im Laufe der Zeit wieder zerfallen.  Man spricht daher auch von „Kunst auf Zeit“. Landart ist somit ein künstlerisches Abenteuer bestehend aus einer bunten Mischung aus Naturentdeckung, Naturerkundung, Naturerfahrung, Spielen, Bauen, und Gestalten.

Dabei ist zunächst das Entstehen wichtiger als das fertige Produkt. Im Vordergrund stehen der Erlebnis- und Ereignischarakter, das heißt, der Weg ist das Ziel.

Die vergänglichen Werke werden aber durch fotographisches oder filmisches Festhalten dokumentiert und können so Grundlage für Ausstellungen, Bildbände oder Filme werden.

Selbstverständlich ist für den Landartkünstler das Beachten des Naturschutzgedankens und grundsätzlich ein möglichst schonender Umgang mit dem Atelier Wald, Bach, Fluss, Moor oder Wiese.