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Mundartlesung mit Hans Schütz im Brauhaus Schongau:

Am Freitag, den 2o. Oktober 2017 liest Hans Schütz unter dem Titel “Iatzt loos amål was i vrzell” aus seiner Mundartsammlung, vor allem aus seinem neuen Dialektbuch (mit CD!) “Allrhand Duranand” im Brauhaus Schongau.  Die musikalische Begeleitung übernimmt an diesem Abend der bekannte Zitherspieler Magnus Lipp aus Füssem.

Einlass ab 18 Uhr  -  Beginn der Lesung 20 Uhr.

Zu den Mundartlesungen mit Hans Schütz:

Immer wieder wird mit Recht beklagt, dass in der modernen Sprachwelt der Dialekt mehr und mehr auf der Strecke bleibt. Vor allem die Medienwelt und die zunehmende Mobilität der Bevölkerung führen dazu, dass der Mundart oftmals nur noch ein trauriges Nischendasein verbleibt. Doch es gibt auch Widerstände gegen diese Sprachentwicklung, zum Beispiel Schriftsteller, die ganz bewusst Texte in heimischer Mundart verfassen, um diese Sprache damit wenigstens schriftlich zu erhalten. Einer dieser Autoren ist der in Lechbruck geborene und aufgewachsene Hans Schütz. Er hat in seinen Büchern, aber auch bei den Kleinkunstauftritten zusammen mit dem Steinmusiker Karl-Michael Ranftl  und dem Fotografen und Lechexperten Eberhard Pfeuffer immer darauf bestanden, dass Dialekttexte nicht zu kurz kommen. Selbstverständlich sind für ihn auch reine Mundartlesungen mit dem Titel „Iazt loos amål was i vrzell“. Dabei verwendet Schütz den Ostallgäuer Dialekt aus der Region seines Geburtsorts Lechbruck. „Bei allen öffentlichen Auftritten kann ich immer wieder feststellen, dass beim Publikum Dialekttexte ganz besonders gut ankommen. Schließlich lässt sich hier vieles treffender ausdrücken und passgenau auf den Punkt bringen“, so der Autor über seine Erfahrungen bei Lesungen.

Aus der Vielzahl seiner naturverbundenen aber oftmals auch hintergründigen und gesellschaftskritischen Dialekttexte hat Hans Schütz nun ein umfangreiches Buch zusammengestellt. Unter dem Titel „Allrhand Duranand“ versammeln sich Gschichtla und Versla, die mitten aus dem heutigen Leben stammen. Besonders wichtig ist dem Autor, dass man den Dialekt nicht nur unter die museale Käseglocke stellt, sondern mit in die Gegenwart nimmt. Nur so hat die Mundart eine Chance auch im Alltag zu überleben.

Alle Texte befinden sich zusätzlich auch auf der beiliegenden CD, was besonders wichtig ist, denn Mundart entfaltet sich viel besser im Gehörten als im Gelesenen. Professor Dr. Werner König, der Experte für Dialekte aus dem Bayerischen Schwaben, meint zu diesem Werk: Da haben wir ein Büchlein mit Texten, die einem aus der Seele sprechen. Witzig, hintersinnig, kritisch, grün, scharf beobachtend, gut geschrieben und nie langweilig.  …  Ein Büchlein, bei dem man erst aufhört, wenn die weißen Blätter beginnen.“